Bastian Krohn *23.08.1982 - †27.12.2004

Seit -4922- Tagen ist Bastian nicht mehr bei uns

 

 

 

 


Unsere Gedanken

 Bastian ist nicht mehr bei uns. Er war doch noch so jung. Er war doch noch nicht dran. Diese Gedanken und natürlich noch viel mehr gehen uns immer wieder durch den Kopf, obwohl wir ganz sicher sind, dass seine Zeit abgelaufen war. Es gibt Tage, die hält man gut aus und dann gibt es auch wieder Tage, an denen man beim Aufstehen schon merkt, dass es heute nicht so sein wird. Viel haben wir mit unserem Wildfang in den 22 Jahren, die er bei uns sein durfte erlebt. Schöne und traurige Dinge, lustige und weniger lustige. Immer wieder sehen wir diesen langen, schlaksigen Kerl, wie er bei uns im Haus die Treppe herunter kommt. "Hallo Familie" rufend, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt. Wir sehen den total übermüdeten Bastian, der Sonntags um 13:00 Uhr zum Essen kommt, als hätten wir ihn mitten in der Nacht geweckt.
Wie gerne würden wir unseren Bastian, der die Nacht zum Tage machte, wieder bei uns haben. All das geht nicht und es fällt uns schwer diese Dinge zu akzeptieren. Er kommt nie wieder und ein Teil von uns ist jetzt auf dem Friedhof.



Wie hat er uns oft zum Lachen gebracht, wenn er einige seine Arbeitskollegen parodierte. Niemals habe ich jemanden wie ihn in einer so perfekten Weise lispeln hören.
Immer haben wir uns Sorgen um ihn gemacht - wir hatten immer Angst, dass ihm etwas Schlimmes passieren könnte. Aus diesem Grunde hat Bastian den in der Schule angebotenen Mofa Führerschein nie machen dürfen. Gab es bereits zu diesem Zeitpunkt eine Vorahnung?

Wie oft sind wir zusammen geschreckt, wenn es spät abends noch an der Haustür klingelte - aus lauter Angst, dass jetzt etwas passiert sei. Diese immer im Hintergrund lauernde Angst wurde dann leider Realität, als uns Kripo Beamte in Zivil am 27.12.2004 in Begleitung eines Seelsorgers aufsuchten.

Bastian war sehr beliebt, in der gesamten Familie, seinen Freunden und seinen Kollegen. Er war immer gerade heraus und brachte auch unangenehme Dinge schnell auf den Punkt, ohne lange drum herum zu reden. Merkwürdigerweise hat ihm das niemand übel genommen. Er hatte bei diesen Gratwanderungen auch einen überwältigenden Charme und man konnte ihm nicht böse sein. Bastian führte ein schnelles Leben - wie ein Kerze, die an beiden Enden angezündet wurde.

Wir vermissen sein HDGDL (Hab Dich Ganz Doll Lieb), seine Art uns zu sagen, wie wichtig wir ihm waren - denn schließlich sagt man so etwas als junger erwachsener Mensch nicht im Klartext, sondern in der SMS Sprache.
 
Wir vermissen ihn und können nichts mehr für ihn tun als sein Grab zu pflegen und gedanklich bei ihm zu sein. Wir sind fast täglich auf dem Friedhof, um ihn zu besuchen. Er wird immer seinen Platz in unserem Herzen haben. Unsere Gedanken sind sehr oft bei ihm und er wartet auf uns ganz am Ende des Regenbogens, trotzig - mit verschränkten Armen über den Knien.

Text am 20 Sep 2010 gepostet

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